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MAGK: „So schnell wie möglich auf nachwachsende Rohstoffe umstellen“

Ein Projektpartner von #natuREbuilt ist das Architekturbüro MAGK, vertreten durch Martin Aichholzer, Günter Klein und Hartmut Liebster. Die Architekten haben eine reiche Erfahrung in der Planung mit Holz und sie bringen immer wieder ihr Wissen in unterschiedliche Forschungsprojekte ein.

 

Mödling Stadtvillen

Vor wenigen Monaten erst ist MAGK in das geschichtsträchtige Max Fabiani Haus in die Ungargasse, 1030, gezogen. Dort, wo früher die Tischlerei von Portois & Fix untergebracht war, haben die Architekten ihre neuen Arbeitsplätze eingerichtet. Holz als verbindendes Element der Vergangenheit mit der Gegenwart.

Positionierung auf Holzbau weiterausbauen

Mit dem Umzug expandiert MAGK nicht nur, sondern das Büro hat seine Positionierung auf Nachhaltigkeit und Holzbau weiter ausgebaut. „Ab 2022 wollen wir bis zu 90 Prozent nur mehr in Holz bauen“, erklärt Martin Aichholzer „und auch nur mehr an Wettbewerben teilnehmen, bei denen Holz die maßgebliche konstruktive Rolle spielt.“

Doch schon die Wettbewerbe der jüngsten Vergangenheit liefen für MAGK gut. Beim Holzwohnprojekt Obergrafendorf (NÖ) entstehen derzeit 80 Wohnungen. In Mödling (NÖ) werden im Auftrag der ARE vier Stadtvillen mit insgesamt 46 Wohnungen im Holzbau realisiert. Des Weiteren beauftragte die Gemeinde Auersthal (NÖ) nach dem gewonnenen Wettbewerb MAGK mit dem Um- und Zubau der Volksschule.

„Wir haben schon einiges in Holz ausprobiert, aber noch nicht alles“, beschreibt Aichholzer den Stand der Dinge. Aichholzer ist Architekt und Studiengangsleiter der Architektur am FH Campus Wien. Er verbindet angewandte Baukunst mit Wissenschaft und versucht das seinen Studierenden weiterzugeben.

Nachhaltigkeit: eine Frage der Haltung

Nachhaltigkeit bedeutet für MAGK aber nicht nur in Holz zu bauen. Das gesamte Mindset muss stimmen: „Das beginnt bei der Müllvermeidung und reicht bis zur Wahl der Transportmittel“, zählt Aichholzer auf. Seine Mitarbeiter*innen kommen alle mit dem Fahrrad ins Büro. Aber auch im ÖIAV (Österreichischer Ingenieur- und Architektenverein), wo er gemeinsam mit Kollegin Katharina Tielsch die Fachgruppe Architektur und Planung leitet, hat er das Thema Nachhaltigkeit vorangetrieben: In der Vortragsreihe „Haltungsfragen“ wird der Versuch unternommen, den Hörer*innen das Thema nachhaltiges Bauen in allen Facetten näher zu bringen.  

Die Erwartungen an #natuREbuilt sind hoch: Beim Regelwerk sollen Erleichterungen geschaffen sowie Baustoffe und Komponenten sicherer gestaltet werden. Denn: „Wir haben überhaupt keine Zeit mehr zum Diskutieren. Wir müssen so schnell wie möglich auf nachwachsende Rohstoffe umstellen,“ fasst Aichholzer zusammen. Nur so kann man den aktuellen Entwicklungen entgegenwirken. Doch auch für sein Büro sieht er durch die Teilnahme an #natuREbuilt einen großen Nutzen: „Als Büro wollen wir weiter dazulernen und eine größere Sicherheit beim Einsatz nachwachsender Rohstoffe erlangen“.

 

 

 

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