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Innovationen für #natuREbuilt | Teil 1

Mit dem Workshop „Innovationen für #natuREbuilt“ startete für die Projektpartner*innen das neue Jahr. Gleich zu Beginn des Workshops gab es Neuvorstellungen:

Herbert Gruber, Obmann des österreichischen Netzwerkes für Strohballenbau, unterstützt die Workshopgruppe „Stroh“. Ines Kirchengast und Florian Teichmann erweitern fortan das natuREbuilt-Team der TU-Wien.

Nach einem kurzen Projekt-Update ging es zur Besprechung aller eingereichten Ideen. Es wurde abgestimmt, welche Innovationen bei natuREbuilt weiterbehandelt, welche untersucht und in weiterer Folge in den Bauteilkatalog aufgenommen werden.

Für folgende Lösungen haben sich die Projektpartner*innen entschieden:

  • Fassadendämmung mit Strohballen
  • HRW-Holzwandsystem
  • NATURI-Haus
  • Lignatur
  • Prix Rollladenkasten aus Holzfaser
  • Seegras als Dämmstoff für diffusionsoffene Konstruktionen
  • Fassadendämmung mit Einblasstroh
  • Holz schweißen
  • Wärmedämmung von Dachbegrünungen
  • Sohm Massivholzelemente

Nachdem dieser Workshop via Zoom über die Bühne ging, konnten sich die Projektpartner*innen nach der Abstimmung für einen der vier Breakout Rooms entscheiden.

Breakout Room 1: Stroh

Was bereits bekannt und erprobt wurde, ist die Strohdämmung ohne handelsübliche Dampfbremse. Auch bei der Verputzung der Strohballen (Fensteranschluss etc.) gibt es Lösungen z. B. durch aufgespritzten Kalkputz. Weiters ist eine Vorfertigung ohne Setzungen möglich.

Was fehlt also dieser Innovation, um sie großräumig anzuwenden und wie kann das Vertrauen in Stroh gestärkt werden? Es hat sich gezeigt, dass die Verwendung von Einblasstroh breiter akzeptiert wird, weil es dafür Maschinen gibt.

Nachteilig wirkt sich jedoch bei diesem Material aus, dass die Nachfrage größer ist als die Anzahl der ausführenden Firmen. Wonach noch gesucht wird, sind Lösungen bei den Fenster-Anschlüssen.

Die weiteren Schritte:

  • Ein Monitoring des „Haus des Lernens“; die sich dort ergebenden offenen Fragen werden gesammelt und an die TU weitergeleitet.
  • Der Entwurf von Aufbauten mit möglichst wenig Schichten, davon Simulationen machen und prüfen.
  • Die Integrierung in das Handbuch und den Leitfaden, um einen bestmöglichen Überblick zu schaffen.

Breakout Room 2: Massivholz-Hülle

Die Vorteile der Massivholz-Hülle liegen klar am Tisch:

  • ein ökologisches Material
  • Es gibt weniger Schichten, weil es ein einteiliger Aufbau ist, was sich dementsprechend auf die Kosten auswirkt.
  • Wiederverwendbarkeit des Materials
  • Zerlegbare Konstruktion beim Aufbau in der Kombination Dämmung und Massivholz

Verbesserung braucht die Massivholz-Hülle beim Wärmeschutz. Und auch die Frage, welche Systeme sich für Dach- und Bodendecke eignen und nicht nur für die Außen- und Zwischendecke, muss noch geklärt werden.

Sowohl bei den technischen Werten spezieller Holzformen und Systeme als auch beim Wärme- und Schallschutz ist noch weitere Recherche notwendig.

In einem weiteren Schritt wird überlegt, am Prüfstand ein gedübeltes Wandelement einzubauen und eine Kostenaufstellung für eine Standardlösung zu machen.

Lesen Sie im nächsten Post die Ergebnisse der Breakout Rooms 3 und 4. Sie haben sich den Themen Brandschutz und Vorgefertigte Fassadenelemente gewidmet.

 

 

 

 

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