Die Stroheinblasdämmung am Prüfstand

Mitte Juli wurde das erste Modul von #natuREbuilt in den Freiluftprüfstand der TU Wien montiert. Dabei wird das Thema der Stroheinblasdämmung näher untersucht. MitarbeiterInnen der TU Wien und der Firma DPM, die das Material und die Einblasmaschine zur Verfügung stellte, realisierten den Einbau.

Beim ersten Einbau von #natuREbuilt handelt es sich um eine Außenwand in Holzriegelbauweise mit Stroheinblasdämmung. In den nächsten Monaten wird man dabei die unterschiedlichen Dämmeigenschaften je nach Einblasart untersuchen. Die kommenden Tests sollen Antworten auf folgende Fragen bringen: Welche Auswirkungen hat es, das Stroh in einem liegenden Wandaufbau einzublasen und wie verhält es sich in einer stehenden Wand? Und was passiert, wenn man bereits verwendetes Stroh wiederverwendet?

Drei unterschiedliche Prüffelder

Im Konkreten besteht das Modul aus drei unterschiedlichen Feldern:

Feld 1: Das Stroh wird in ein stehendes Wandelement eingeblasen (Standard).
Feld 2: Das Stroh wird in ein liegendes Wandelement eingeblasen und anschließend aufgestellt.
Feld 3: Bereits eingeblasenes Stroh wird aus dem Aufbau entfernt und erneut eingeblasen.

Aus dem Versuchsaufbau ergeben sich folgende Annahmen: Durch die unterschiedliche Einblasart erhalten die Fasern der Einblasdämmung

  • eine andere Orientierung
  • ein feineres Gefüge (durch die Wiederverwendung) und somit
  • eine andere Wärmeleitfähigkeit.

Um die Dämmeigenschaften (Wärmeleitfähigkeit und U-Wert) zu untersuchen, werden Sensoren am Freiluftprüfstand montiert. Außerdem führt die TU Wien zum Vergleich auch Versuche an Probekörpern im Labor durch.

Ablauf vor Ort

Nachdem die Außenwände des Freiluftprüfstandes bereits eine standardmäßig eingeblasene Stroheinblasdämmung (Feld 1) hatten, wurde der Einbau folgendermaßen vorgenommen: Von einem Modul öffnete man zwei Kammern, um diese zu modifizieren: Einmal, um neues Stroh im liegenden Zustand einzublasen (Feld 2) und einmal um das bereits eingeblasene Stroh aus dem Aufbau zu entfernen und es erneut einzublasen (Feld 3). 

Fotos/Video: ©TU Wien